Kriterien für ein gutes Notebook

Es gibt viele Dinge, die ich an aktuellen Notebooks nicht leiden kann. Deshalb gebe ich hier einige Tipps, die vielleicht beim Kauf eines Notebooks den einen oder anderen Euro sparen können oder ein besseres Gerät ermöglichen.

Die erste Frage, die man sich selbst stellen sollte, ist natürlich immer, was man selbst mit dem Notebook machen möchte. Die meisten Menschen möchten damit ins Internet gehen und E-Mails schreiben. Genau dafür benötigt man aber kein Notebooks, dafür reicht auch ein gutes Tablet.

Möchte man aber jetzt auch noch Briefe schreiben (z.B. Finanzamt), Fotos sortieren und auch das eine oder das andere ausdrucken oder muss für die Firma einige Dinge erledigen, ist ein Tablet nicht immer die richtige Wahl, dann sollte es meiner Meinung nach schon ein Notebook sein.

Es sollte nicht das Ziel sein, ein Notebook zum Spielen von Computerspielen zu kaufen. Notebooks sind schlecht erweiterbar.

Nach diesen Hürden kommt meine ganz persönliche Meinung. In den entsprechenden „Fachgeschäften“, in denen meist nur Typenschildableser arbeiten, gibt es kein Notebook zu kaufen, das den Ansprüchen ein nach ein preiswertes Gerät ist.

Ja, es gibt immer wieder Sonderangebote, aber auf folgende Kriterien sollte bei Notebooks immer geachtet werden:

Das Display

Wer mit Notebooks arbeitet, braucht keinen 15,6″ oder 17,x“ Schminkspiegel. Spiegelnde Displays Displayrahmen, Tastaturen sind Gift für ergonomisches Arbeiten an solchen Geräten. Finger weg von solchen Spie(ge)lsachen! Ausser man möchte im tiefsten Keller oder mit heruntergelassenen Rollos ab Ostern bis Oktober arbeiten (also immer dann, wenn die Sommerräder auf dem Auto sind!) Mattes Displays eigenen sich auch gut – sogar für Kellerkinder….
Bitte auch auf die Displayschaniere achten. Am besten sollten diese mit Metall verstärkt sein (und mit Metall meine ich nicht ausgelutschtes Aluminium).

Die Größe & das Gewicht

Insgesamt sollte die Größe so bemessen sein, dass man gut tippen kann und auch das Display aus normaler Arbeitsentfernung ablesen kann. Prinzipiell ist ein schweres Laptop stabiler, aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Vielleicht ist dann beim häufigen Transport doch eine Displaynummer kleiner besser.

Das Netzteil

Das Netzteil sollte in der Lage dazu sein, das Laptop gleichzeitig aufzuladen und ausserdem auch noch im eingeschalteten Zustand zu betrieben. Wenn es dabei so warm wird, dass man es nicht mehr in der Hand halten kann, ist es besser, auch vom Laptop die Finger zu lassen – lieber ein anderes kaufen. Das Netzteil wird dann nicht lange halten, weil es nicht richtig dimensioniert wurde.

Die Lüftungs“klappen“ und die „Lüftungsanlage“

Jedes Laptop muss gekühlt werden. Gängige Praxis ist, die Wärme des Prozessors über eine „Heizleitung“ an eine bestimmte Stelle des Gehäuses zu transportieren und dann dort mit Hilfe eines Lüfters herauszupusten. Je größer dieser Lüfter ist, umso langsamer muss er sich drehen, um die gleiche Menge Luft zu transportieren.
Die Luft muss aber auch irgendwo angesaugt werden, und genau da ist häufig das Problem. Ich habe viele Laptops schon in den Händen gehabt, die überhitzt sind, weil irgendwelche Kinder/Jungendliche diese mit ins Bett genommen haben. In der Regel sind dort lange Flusen, die sich dort festsetzen und den Lüfter blockieren. Das Notebook stirbt dann langsam aber sicherden Hitzetod. Aber auch in normalen Büros verfängt sich alles, was dort an Staub vorkommt, in dem Lüfter. Ganz schlimm ist Nikotin. Dann verklebt der Lüfter. Ich habe einige Lüftungs“gitter“ der einzelnen Hersteler verglichen und markante Unterschiede festgestellt.

Die technischen Daten

Tja, was soll ich dazu sagen? Diese blenden meistens leider oben genannte Defizite aus, so dass ein vermeintliches Core-i-7-Schnäppchen ein Schuss in den Ofen war, weil das Gerät halt nur 1 Jahr hält. Selbst mit entsprechender Garantie oder Gewährleistung hilft es nichts, wenn das Gerät zu Reparatur weg ist.
Um flott mit dem Gerät zu Arbeiten empfehle ich folgende Daten:

  • Windows 7 32-bit: min. 2GB Arbeitsspeicher, min. 75GB Festplatte, min. Core-i3-Prozessor EDIT: Besser 3 GB – dank der neuen Ausstattung von Windows
  • Windows 7 64 bit: min. 4GB Arbeitsspeicher, sonst wie 32 bit EDIT: Besser min 6GB – dank der neuen Ausstattung von Windows
  • Kubuntu: 2GB Arbeitsspeicher, 40GB Festplatte, Core-i-3
  • Xubuntu: min 1 GB Arbeitsspeicher, 20 GB Festplatte, langsamer 2-kern-Prozessor
  • Lubuntu in etwa genauso wie Xubuntu, kann aber auch etwas weniger sein

Wenn das Geld knapp ist, lohnt der Blick auf den Gebrauchtgerätemarkt. Ich kann in jedem Fall die Geräte von Lenovo empfehlen, egal ob gebraucht oder neu.

Aber Achtung! Jeder Hersteller baut mindestens 2 Produktlinien: 1 für Privatkunden, die auf schnelle Leistung, aber nicht immer auf Langlebigkeit getrimmt ist, und eine Produktlinie, die länger hält. Letzteres ist nicht nur für den Geldbeutel (auf Dauer) besser, sondern auch ökolögischer.
Diese unterschiedlichen Produktlinien erkennt man meist am Namen: Gute haltbare Produkte sind meist Lenovo Thinkpad und auch bestimmte Acer Travelmate, wobei ich von beiden schon einige Modelle verkauft habe und Lenovo Thinkpads besser halten.
Acer Aspire und Lenovo Ideapad kann ich nicht empfehlen. Die Tücke steckt meist im Detail: So gibt es Modelle, bei denen die Kühlleitung (meist aus Kupfer) an der Grafikkarte nicht befestigt wurde, sondern nur mit Hilfe der etwas entfernten Prozessorhalterung und der Lüfterhalterung in Position gehalten wird und sozusagen „etwas in der Luft hängt“. Bei dem fast baugleichen Business-Modell ist dies anders gelöst: Zwei zusätzliche Schrauben halten Kühlleitung, Kühlkörper und Grafikchip sicher in Position. Man braucht nicht zu diskutieren, was hier mehr Sinn macht.
Dies zieht sich immer weiter, durch alle Details… Meiner Meinung nach lohnt sich die -meist geringe- zusätzliche Investition immer.

Also, Augen auf beim Notebookkauf!
Nicht nur auf Markennamen, sondern auch auf Modellserien achten!

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