CeBIT – Nachlese 1 (Internet der Dinge)

Am Mittwoch, den 18.03.2015 war ich wieder auf der CeBIT. Mit diesem Beitrag will ich mich kurz zum Thema „Internet der Dinge“ beschäftigen.
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Wie halten Elektrogeräte möglichst lange?

Gestern habe ich bei mir im Büro und in der Waschküche Steckdosen angeschlossen,  dabei ist mir die Idee zu diesem Artikel gekommen.
Ich muss dazu sagen,  ich bin gelernter Elektriker (genauer Energieelektroniker Fachrichtung Betriebstechnik).
Viele Leute ärgern sich darüber,  dass Ihre Elektrogeräte viel zu kurz halten oder viel kürzer als früher. Nun,  den Eindruck habe ich ehrlich gesagt nicht,  ich habe aber viele Fehler gesehen, die sich einfach vermeiden lassen- und schon laufen die Geräte besser oder länger.
1. Qualität der Geräte
Darüber habe ich schon früher geschrieben- speziell,  was PCs und Laptops betrifft. Ich fasse mich hier etwas allgemeiner.
Es gibt immer Gerät,  die speziell für den Wegwerf-Markt hergestellt worden sind.  Diese sollen schnell kaputt gehen.  Meistens lassen sich diese am Preis erkennen.  Wenn der Preis nicht plausibel ist (z. B. Toaster,  Kaffeemaschine und Wasserkocher für 9,99 Euro) sollte man davon Abstand gewinnen. Auch die Qualität und Dicke der Anschlussleitung sind immer ein wichtiger Punkt. Grundsätzlich gilt: je dicker, desto besser. Auch sollte man auf Hinweise achten, z. B. In der Bedienungsanleitung, dass Geräte nur 15 Minuten zu betreiben sind, und danach müssen diese eine Pause einlegen… Scharfe Kanten, stinkender Kunststoff sind auch ein Graus (wir haben übrigens einen Edelstahlwasserkocher). Auch habe ich mich sehr lange damit beschäftigt, welchen Fernseher wir kaufen wollten. Es ist meistens ein Kompromiss, aber dann hat man auch lange davon.
2. Die elektrische Einrichtung
Ich habe schon jede Menge Seminare in meinem Leben gegeben, von vielen Anlagen gehört und sowohl in echt als auch auf Bildern gesehen. Ich stelle jetzt mal eine These auf: es gibt keine elektrische Anlage, die keinen Fehler enthält. Aus meiner Zeit, in der ich mich mit Hausinstallationen beschäftigt habe bzw wurde, habe ich festgestellt, dass in Häusern, in denen häufig Geräte kaputt gingen, eigentlich fast immer die Ursache in der elektrischen Anlage oder dem Energieversorgungsnetz zu finden waren. Entweder ist die Spannung zu hoch oder zu niedrig, manchmal sind auch so große Störungen im Netz, dass davon Geräte zerstört werden (Stichwort Transienten).
Wenn man den Eindruck hat, dass zu Hause zu viele Geräte zu schnell kaputt gehen, ist guten Rat teuer, denn die Fehlerursache zu finden, gleicht dem Suchen im Heuhaufen. Um seinen Elektriker des Vertrauens die Arbeit zu erleichtern (und nicht den eigenen Geldbeutel), hilft eine kleine Liste: Einfach folgende Dinge notieren: Datum, Uhrzeit, Art des Defektes, welche Geräte waren alle eingeschaltet, Wetterbedingungen.
Dies scheint alles seltsam zu sein, jedoch macht die Liste Sinn, da jetzt relativ einfach ein Muster zu erkennen ist. Einfach mal ausprobieren – aber konsequent!

3. Die Geräte schonen
Wenn man ein Gerät nicht benötigt, sollte es ausgeschaltet werden, nicht nur aus ökologischer Sicht, sondern auch, weil es dann länger hält. Da heute die Geräte keinen richtigen Ausschalter mehr haben, hilft es, nach dem Schalten in den Stand-By-Modus den Stecker zu ziehen oder eine Steckdosenleiste mit Schalter zu kaufen. Für diese Steckdosenleiste gilt auch wieder: Wer billig kauft, kauft zweimal- lieber 15 Euro investieren, dann gibt es auch die mit abgesetzten Schalter, und man muss nicht den Schrank wegrücken zum Aus- und Einschalten.
Überspannungsschutz in solchen Leisten in eher sinnlos, aber das erkläre ich ein anderes Mal.

Linux auf alten Rechnern spart Ressourcen

Die Idee alte Rechner zu neuen Aufgaben zu führen statt wegzuwerfen, ist in meinen Augen schon immer ökologisch gewesen. Aus diesem Grund habe ich das ganze ausformuliert, was ich sowieso schon immer mache, und habe mich damit beim B.A.U.M-Wettbewerb beworden.

Auf der Paperworld 2014 habe ich es zur Auszeichnung in der Kategorie Unternehmen bis 10 Mitarbeiter geschafft und darf seit dem das Logo „Auszeichnung 2013“ tragen.

Die Idee war, zum einen Ressourcen zu sparen, indem Linux als Betriebssystem auf dem Client zu installieren, und diesen dann aus der geplanten Obsoleszenz zu entführen, und im serverbereich noch mehr schonende Virtualisierung einzusetzen.

Zum anderen Kunden dahingend zu beraten, dass diese nicht zu viele Geräte in ihrem Gerätepark haben, sondern vorher gezielt beraten, dass nicht viele Funktionen doppelt vorhanden sind.

Das ist mit Sicherheit nicht alles neu- aber ich denke mal, so gezielt haben das bisher nicht viele Unternehmen gemacht- vor allem nicht in Wittgenstein.

Dafür gab es eine Auszeichnung für uns!

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