CeBIT – Nachlese 1 (Internet der Dinge)

Am Mittwoch, den 18.03.2015 war ich wieder auf der CeBIT. Mit diesem Beitrag will ich mich kurz zum Thema „Internet der Dinge“ beschäftigen.

Im Vergleich zu den Vorjahren hat es mir dieses Mal auf der CeBIT nicht so gut gefallen.
Es gab nicht soviel neues zu sehen.

Ja, natürlich gab es neue Produkte, aber ich bin ja bekannterweise neuen Technologien immer sehr kritisch gegenüber. Internet der Dinge bedeutet dass jedes Gerät im bzw über das Internet miteinander verbunden ist und sich die Geräte absprechen. Hier zwei Beispiele dazu :

  • Smartwatches waren ein Trend dieser CeBIT. Nicht nur ein Hersteller, sondern viele zeigten ihre „Verlängerungen“ für das Smartphone am Arm. Eingehende Nachrichten, Anrufanzeige, Gesundheitszustand- alles ist an der Smartwatch ablesbar. Vielleicht bin ja zu konservativ eingestellt, aber ich finde, so langsam reicht es. Zum einen möchte ich nicht meinen Gesundheitszustand in irgendeiner Cloud speichern, von der ich nicht weiß, wer dies alles liest und mit welchen Daten dies noch verknüpft wird, zum anderen lenkt mich mein Smartphone sowieso schon zu sehr von meiner Arbeit ab. Ich werde es in Zukunft wohl einführen müssen, dass zu Beginn meines Unterrichts mit Auszubildenden alle (inkl. meiner Wenigkeit) zu Beginn des Unterrichts die Smartphones, Smartwatches, Phablets, Tablets und andere Gadgets abgeben müssen, so dass man sich wirklich mal auf den unterricht konzentrieren kann (Ich habe bisher immer meins in den Flugmodus geschaltet, damit ich nicht gestört werde).
    Die Auszubildenden sind aber dann irgendwie total irritiert – wie Drogenabhängige, denen man ihre Spritze weggenommen hat. Laufend haben sie Angst, jemand „wichtiges“ hätte etwas „wichtiges“ geschrieben. Ich versuche manchmal auch, Smartphones sinnvoll in den Unterricht zu integrieren zwecks Recherche, dies scheitert aber meistens daran, dass Jugendliche zwar wahnsinnig flotte und meist gut ausgestattete Geräte haben, aber überhaupt nicht in der Lage dazu sind, Informationen zu filtern, zu ordnen oder geschweige denn ihre Geräte richtig und effizient zu bedienen. Das einzige, was die Pubertiere können ist chatten- naja noch nicht einmal das richtig, auch wenn man von den Rechtschreibfehler absieht- da werden nachrichten an falsche Empfänger geschickt oder
    jedes
    Wort
    einzeln
    gesendet…
    Da sag ich nur: LOL
    Darum sollte sich mal jemand Gedanken machen- ich habe da einige Gute Ideen, aber ich erreiche immer zu wenig Personen, um meine Ideen zu zeigen ….
  • Ausserdem war Heimautomatisation ein großer Trend dieser CeBIT. Jeder Hersteller bringt da neue Produkte auf den Markt. Auch hier bin ich wie immer sehr kritisch. Nette Anwendungen gibt es:
    Automatisierte Steuerungen à „wenn Fenster auf – dann Heizung aus“ sind sehr nett und würden mich auch interessieren, aber: Leider müssen die meisten Geräte dann mit Batterien betrieben werden – hat sich da jemand schonmal um die Umweltverschmutzung wegen den ganzen Batterien Gedanken gemacht? Ja klar, die Akkus sollen 3 Jahre halten- wer’s glaubt….
    Ausserdem bleiben 2 Fragen offen: Was machen die Firmen mit meinen ganzen Daten? Die meisten Systeme funktionieren so: Ich schließe das System an mein Netzwerk an, und logge mich dann beim Hersteller in mein System ein! Wer’s glaubt, es wäre verschlüsselt und sicher sollte mal bei der Zeitschrift c’t nachschauen…
    Ausserdem was mache ich mit meinem System wenn der Hersteller pleite geht oder noch mehr Geld haben möchte? Ganz einfach- nichts! Die Systeme sind dann mit den Apps nicht mehr erreichbar- Geld zum Fenster rausgeworfen! Viel Spaß damit.
    Die anderen Systeme funktionieren so, dass ich mich um alles selbst kümmern muss. Da solche Systeme meistens Sicherheitslücken aufweisen, muss man unbedingt selbst Updates aufspielen- ja, und wenn’s keine mehr gibt? Ja, dann betreibe ich halt ein unsicheres System direkt am Internet- super, dann kann ich ja gleich auch mit Windows XP und ohne Firewall ins Internet gehen! Auch hierfür habe ich eine Idee, aber mir fehlt dazu das nötige Startkapital. Also, wer daran Interesse hat, bitte bei mir mal melden!

In den nächsten Tagen gibt’s noch mehr Infos von der CeBIT!

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