Mal ein anderes Argument für Linux

Linux für was? Als ich diesen Begriff „Konstruktivismus“ neulich in einer Fortbildung für Dozenten gehört habe, dachte ich zuerst, das hat was mit irgendetwas konstruieren zu tun, aber mitnichten…

Es gibt einige Erklärungen und Erläuterungen zu Konstruktivismus, hier meine in Form eines Scherzes:

Ein Lehrer in einer Klasse nennt nur das Wort „Ball“ (und denkt dabei an einen rot-weissen Wasserball), 19 seiner Schüler denken an unterschiedliche Bälle (bunte Wasserbälle, Fußbälle, Basketbälle, etc) und einer hat sofort ein Bild eines Vogels vor Augen.

Mal überspitzt gesagt: Einer sagt etwas, jeder vesteht etwas anderes darunter. Die Konstruktivisten sagen, wir sind in unserem Körper gefangen und nur über die Sinne mit der Aussenwelt verbunden. Da unsere Sinne bei jedem Mensch etwas anders funktionieren und wir auch zu ca 1/3 aus unseren Erfahrungswerten bestehen (+ 1/3 Vererbung + 1/3 Erziehung), spricht jeder eine andere Sprache (bestes Beispiel: Lassen Sie sich mal von einem Mann und einer Frau den gleichen Weg erklären!) Jeder hat auf dem Weg etwas anderes wahrgenommen und deshalb sind die Erläuterungen beide komplett richtig, aber nie so, wie man sie erwartet.

Die fundamentalen Kronstuktivisten sind noch eine Stufe härter und meinen, andere Menschen sind nur eine Einbildung unseres Verstandes (à la Matrix).

So schlimm ist es wahrscheinlich nicht, ich bin (jetzt) fest davon überzeugt, dass jeder Mensch eine andere Wahrnehmung hat. Dies erklärt, warum jeder seine Dateien auf eine bestimmte Art und Weise sortiert, sich dort auch zurechtfindet, aber viele andere meinen „Was ist das für ein Durcheinander?“- Es ist halt nur anders sortiert…

Ausserdem kommen manche mit Windows 10 gut zurecht, andere wiederum nicht. Auch das ist eine Folge des Konstruktivismus. Die Schlussfolgerung sollte hier aber sein: Wenn es Personen gibt, die mit der Benutzeroberfläche nicht klarkommen, warum zwingen wir sie dann dazu, unsere Sichtweise zu übernehmen und lassen ihnen nicht die freie Wahl der Benutzeroberfläche? Warum müssen wir ITler immer wieder neue Oberflächen, neue Symbole, neue Namen für ale Begriffe erfinden, und IT-Laien müssen sich dann uns anpassen?

Und dann machen wir uns noch darüber lustig? Mit Begriffen wie zum Beispiel DAU, Layer-8-Fehler, usw

Nein, ich denke, es wird da Zeit für einen Dialog. Warum sprechen wir nicht mit unseren Anwendern?
Warum darf nicht jeder seine Oberfläche mit den Eigenschaften haben, die er möchte?

Nun, unter Windows ist das nicht so einfach möglich. Die Bordmittel eignen sich nicht dafür. Unter Linux geht das schon viel besser, das es verschiedene Oberflächen gibt, gut sichtbar zum Beispiel bei Ubuntu, Xubuntu, Kubuntu, Lubuntu…

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