Windows 7 auf neuen Rechner umziehen….ohne den 7B Bluescreen

Heute mal wieder ein Thema aus der Praxis, gerade eben erst gelöst.

Ich wollte für einen Kunden das installierte Windows 7 umziehen. Problem dabei: für die installierte Branchensoftware gibt es keine Installations-DVDs mehr, die alten Download-Links funktionieren natürlich auch nicht mehr, also muss die Festplatte geclont werden.

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Soll ich schon auf Windows 10 umsteigen?

Ich habe zwar in den letzten Wochen meinen Blog ein wenig vernachlässigt, da aber in letzter Zeit häufig die oben genannte Frage gestellt bekomme, will ich kurz dazu Stellung beziehen. In den letzten Tagen erscheint eine Aufforderung in Windows, doch den Upgrade auf die nächste Version (Windows 10) zu reservieren, die wahrscheinlich am Ende dieses Monats erscheint.

Hier die Antwort:

Um es kurz zu machen: Nein! – Übrigens ist das für die Linux-Nutzer mal wieder vollkommen unwichtig!

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Windows umziehen auf einen anderen Rechner

Mal wieder ein aktueller Fall: Ein sehr kompliziert eingerichtetes Windows sollte auf einen anderen Rechner (einen schnelleren) umziehen.

Dies ist wieder ein Gedächtnisprotokoll, also keine Garantie für Vollständigkeit!

Der erste Schritt ist das anlegen eines kompletten Backups- ich löse das in einem solchen Fall einfach mit einer 1:1 Kopie der alten Festplatte auf die neue. Am besten eignet sich hierfür entweder Clonezilla oder Acronis. Das CD – Image lässt sich auch auf einen USB-Stick integrieren.

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Viren auf Privatkundencomputern

Wieder ein Grund keine Geräte in den „Fachgeschäften“ zu kaufen:
Heise News meldet Probleme mit den vorinstallierten Programmen (Link zu  Heise-News).  Ich fühle mich immer mehr in meiner Meinung bestätigt, keine „Consumerprodukte“ zu bewerben, zu verkaufen oder zu empfehlen. Ich habe immer Business-Geräte verkauft, die teilweise trotzdem sinnlosen Programme deinstalliert und dafür meiner Meinung nach sinnvollen Programme installiert.

Was sollen Privatkunden also machen?
Auf jeden Fall einen großen Bogen um die großen Geschäfte. Lieber sollten Sie im Internet Modelle wie z.B. Lenovo Thinkpad (Laptop) oder Lenovo ThinkCentre (PC) suchen, am besten welche mit einem bewährten Betriebssystem (Windows 7) oder Sie installieren gleich Linux (am besten UEFI ausschalten!) UEFI ist sowieso sinnlos, da es hier genau die Probleme gibt, die ich schon vor langer Zeit vermutete: Viren, die sich in die Firmware des Gerätes einnisten können- also noch vor dem Betriebssystemstart geladen werden. Auch eine Betriebssystem-Neuinstallation kann den Virus dann nicht entfernen, manchmal werden Sie ihn auch nicht durch UEFI-Update/neu-flashen wieder los!
Noch gibt es Modell ohne UEFI, wenn nicht mehr, dann viel Spaß damit, dann müssen Sie nicht nur immer das Betriebssystem aktualisieren (und alle im Betriebssystem installierten Programme), sondern auch noch das UEFI, und das ist für Laien absolut nicht einfach.

Vielleicht ist ja auch ein Gebrauchtgerät eine Option.

Was sollen Firmenkunden machen?
Im Prinzip das Gleiche, wie Privatkunden, nur vielleicht ist die Option Gebrauchtgerät keine wirkliche Option (zumindest bei PCs und Laptops).

Und wenn ich schon ein solches Gerät habe?
Tja, dann wäre eine Neuinstallation des Betriebssystems mit einer echten Windows-DVD das Mittel zur Wahl. Bei Consumergeräten gibt es häufig Probleme bei der Installation von Linux (WLAN geht nicht oder nur kompliziert), deshalb gilt hier immer: Netzwerkkabel einstecken – zumindest zur Installation. Vergessen Sie aber nicht, UEFI auszuschalten!
Wenn Windows drauf soll, dann bitte möglichst Windows 7. Legale Gebrauchtlizenzen sind günstig zu erwerben (wenden Sie sich hierzu einfach an Händler, die sich darauf spezialisiert haben).

gebrauchte Hardware und mehr – woher ?

Gebrauchte Hardware ist immer ein zweischneidiges Schwert. Gerade bei manchen ebay-Angeboten kann man sehr schnell auf ein schlechtes Angebot hereinfallen, andererseits ist ein aufgewerteter gebrauchter Rechner immer ökologischer als ein neuer. Zumal neue Rechner bei den „Fachgeschäften“ meistens nur minderwertig sind.
Es gilt hier immer: wer sich nicht damit ein wenig beschäftigt, wird ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.

Gute Erfahrungen habe ich mit folgenden Onlinehändlern gemacht:

Für PCs und Notebooks: ITSCO – hier werden die Laptops auch aufwendig gereinigt. Gerade schreibe ich auf meinen Thinkpad X201 mit einem Core-i 5 und dem Debian-basierenden Kali Linux. Läuft schnell, leise und der Akku hält locker mehr als 3 Stunden bei normaler Nutzung. Und das für 250 Euro (ja, eigentlich war da ein Windows 7 bei, aber was soll ich damit?)

Für gebrauchte Spielekonsolen, Spiele, Bücher (auch Fachbücher) finde ich den Service von rebuy.de sehr gut. Dort habe ich für meine PS3 und meine Wii günstig Spiele erhalten.

Man sollte immer auf die genaue Zustandsbezeichnung achten – zum Beispiel:

  • A: sehr guter Zustand, fast wie neu
  • B: kleinere Macken und Kratzer, eventuell auch auf dem Display
  • C: bei Notebooks: Display fast total kaputt- da sollte man her die Finger von lassen, ausser man kann es selbst reparieren

Die Frage des Betriebssystems… naja, da sollte man einfach den Namen meines Blogs lesen, ansonsten würde ich höchstens Windows 7, bloß nicht Windows 8 oder 8.1.

Neuer Homebankingvirus aufgetaucht!

Diese Woche bin ich auf einen für mich neuen Virus bei einen Kunden getroffen. Leider habe ich es total verschlafen Bildschirmfotos davon zu machen.

Beim Einloggen auf der Homebanking Seite seiner Bank wurde er aufgefordert einen fälschlicherweise auf sein Konto überwiesen Betrag zurück zu überweisen. Andernfalls würde das Banking nicht funktionieren. Man konnte nur die Überweisung ausführen oder sich einen perfekt gefälschten Kontoauszug anzeigen lassen. Sogar in der Adresszeile stand https mit einer Adresse für die Bank wirklich besitzt. Es sah alles perfekt aus!
Natürlich haben wir das Geld nicht zurück überwiesen… Dafür werde ich nächste Woche Windows neu installieren und mal wieder Linux empfehlen!

Alte Festplatten entsorgen

Irgendwann kommt der Zeitpunkt für jede Festplatte: Lesefehler, Daten verschwinden oder die Festplatte startet gar nicht mehr. Gut ist, wenn man ein Backup (eine Sicherung) hat und nach dem Tausch der Festplatte das Backup einfach wieder einspielen und dann weiterarbeiten kann.

Aber was soll man jetzt mit der alten Festplatte machen?
Grundsätzlich gehört so was nicht in den Hausmüll, sondern in den Elektroschrott. Problem dabei ist, dass die Daten immer noch auf der Festplatte vorhanden sind. Wer jetzt meint, für diese Daten interessiert sich niemand, der hat sich getäuscht. Es gibt schon mehrere Fälle, in denen bekannt wurde, dass solche Daten von defekten Festplatten wiederhergestellt wurden.

Für Anwälte, Steuerberater, Ärzte und ähnlichen ist das sichere Löschen sogar vorgeschrieben. Für Firmen ist es sinnvoll, damit wichtige Firmengeheimnisse nicht in falsche Hände geraten. Für Privat-PCs ist dies natürlich auch sinnvoll.

Variante 1

Anstatt aber ein teures Programm „drüber laufen“ zu lassen, das dies nach BSI oder BSI-VS-Standart zu löschen, wäre eine einfache Möglichkeit, die Festplatte mechanisch zu zerstören. Im einfachsten Fall benötigt man eine Bohrmaschine, einen möglichst großen Metallbohrer und einen Schraubstock. Mehrere Löcher in unterschiedlichen Abständen müssen dann durch die Festplatte gebohrt werden.
Dies dauert nicht so lange wie das sichere Löschen, ist aber natürlich nicht genauso sicher, aber meiner Meinung nach ausreichend für Privat-PCs!

Variante 2

Eine Alternative hierzu ist die Nutzung eines starken Dauermagneten, dieser muss nur an die Festplatte gehalten werden, und die Daten sind auch sicher gelöscht (je länger, desto besser).

Auch hier gilt wieder: Für Privat-PCs OK, für Firmen-PCs ein No-Go.